Großmeister Pettker

Kung-Fu in der asia-sport Akademie

Kung Fu
Kung-Fu

Das chinesische Kung-Fu ist eines der ältesten Kampfkunstsysteme. Es entstand in den buddhistischen Klöstern Chinas zur körperlichen Ertüchtigung der dort lebenden Mönche. „Kung-Fu“ heißt übersetzt so viel wie „harte Arbeit“, „jahrelanges Training“.

Besondere Merkmale des Kung-Fu sind sehr tiefe Körperstellungen, akrobatische Sprungtechniken sowie das Nachempfinden von Tierbewegungen, die als Kampftechnik genutzt werden. Der Bewegungsablauf ist weich und rund, der Körper ist locker, erst am Ende einer Einzeltechnik wird er punktgenau gespannt.

Zur Ausübung dieser Bewegungsabläufe ist Muskelkraft nicht die entscheidende Voraussetzung, denn die Kraft, die benötigt und geschult werden soll, ist die innere Kraft, das Chi.



Grundtechniken
Chi

(Handtechniken)

Tschü Tschin

Faust seitlich

Pok Tschin

Faust oben

Yüng Tschin

Faust unten

Long ßing Tschin

Hand angewinkelt

Dang Lang Tschin

Handrücken

Tschü Tschin und Dang Lang Tschin

Faust seitlich unten, Handrücken oben

 

Zu-Ssu (Fußtechniken)

Tschän Tai Tui

Gestrecktes Bein nach oben

Tschön Ti

Fußballen nach vorne

Uai Kkua ßßueon Ti

Von innen nach außen

Ne Kkua ßßueon Ti

Von außen nach innen

ßßueon Ti

Fußspann

Pu Zen Tui

Fußinnenkante zum gegnerischen Knie

Tiao Huai Tschoti

Springen Fußkante

Zen Dung Ti       

Fußkante 45°

Tscho Ti

Fußkante

O Tuan ßßueon Ti

Unten oben Fußspann

Tiao Swan ßßueon Ti

Umdrehen springen schnappen

ßßuan Fuai Tui 

Mit dem Fuß in die Hand klatschen, 360°, in die Hand klatschen

Zziu Tui

Stehender Fußfeger, Hände Dang Lang

Swan ßßueon Ti

Umdrehen schnappen

Zen ßßao Tui

2 x halber Feger nach vorne

Hou ßßao Tui

2 x halber Feger nach hinten, 1 x ganzer Feger nach hinten

Zen Ti Pua

Rolle, Fußkante, Kreuzbewegung, Fußkante, Kreuzbewegung, aufstehen ohne Einsatz der Hände



Tierbewegungsstile - ßing Tschueon Tao
Tierbewegungsstile

Den ganz speziellen Charakter des Kung-Fu macht die Bewegungsform aus. Die chinesischen Mönche haben sehr früh bei der Entwicklung ihres Stils begonnen, sich Bewegungen von den Tieren abzuschauen, z.B. so gelenkig zu sein wie die Schlange, so schnell wie der Panther, so elegant wie der Kranich.

Die Tierbewegungen wurden in die Kampfkunst übernommen, jedes einzelne Tier wird in einer Bewegungsform charakterisiert.

ßing Tschueon Tao (Bewegungsform)

ßo ßßing Tschueon

Schlangen-Technik

Hou ßßing Tschueon

Affen-Technik

Hu ßßing Thscueon

Tiger-Technik

I-In ßßing Tschueon

Adler-Technik

Ppao ßßing Tschueon

Panther-Technik

Hu ßßing Tschueon

Kranich-Technik

Mimön Dang Lang Tschueon

Gottesanbeterin-Technik

ßo Huo Mi Tschueon

Schlangen und Kranich-Technik


Tierbewegungsstile

Wenn es gelingt, Körper und Geist so zu trainieren, dass der „Geist des Tieres“ lebendig wird, werden die besonderen Merkmale und Fähigkeiten eines jeden Tieres sichtbar und erfahrbar. Trotz dieser Unterschiede basieren alle Tierstile auf dem Prinzip der weichen und runden Bewegungsabläufe.


Einschritt-Kampf - Tuitta
Kung-Fu Kampfgeist

Tuitta ist der traditionelle Ein-Schritt-Kampf des Kung Fu und ist die Vorbereitung auf den freien Kampf. Hier sollen das Gefühl für den Partner, der richtige Abstand, die erforderliche Schnelligkeit, der nötige Krafteinsatz und die präzise Ausführung der Techniken erlernt werden. Besonders die Abwehr- und Kontertechniken sollen aus der Grundstellung heraus solange geübt werden, bis sie reflexartig ohne nachdenken ausgeführt werden können.



Bruchtest- Kyopka

Im Kyokpa, dem Bruchtest, werden Kampftechniken aus der Bewegungsform angewendet und die Zerstörungskraft des Kämpfers getestet mit dem Ziel, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Wichtig bei der Beurteilung sind Atmung und Konzentration, Kraftübertragung und Kihap, Geschwindigkeit und Genauigkeit der Technik.



Kampf - ßß-ju Tuitta

ßß-ju Tuitta, der Kampf, zeichnet sich aus durch hohe Effektivität und Direktheit. Besondere Merkmale des Kung-Fu sind sehr tiefe Körperstellungen, akrobatische Sprungtechniken. Eine Reduzierung des Kung Fu allein auf die Beherrschung der Kampftechniken wird dem Geist dieser Kampfkunst jedoch nicht gerecht.